03.12.2017

Teamarbeit

Gruppen zusammenstellen und formieren

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Der Star ist das Team! Solche Aussagen hört man nicht nur im Sport, sondern auch in der Wirtschaftswelt. Teamarbeit ist in der heutigen digitalen Arbeitswelt mit ihren vielen Projekten und kreativen Methoden (z. B. Design Thinking) nicht mehr wegzudenken. Die Zeit der einsamen Solisten ist unwiderruflich vorbei. Führungskräfte sind daher in erster Linie Coaches von Teams, die zusammengestellt und formiert werden müssen.

Teams zusammenstellen

  • Kooperationsbereitschaft: Idealerweise bildet ein Arbeitsteam eine produktive Einheit mit gemeinsamen Zielsetzungen, ohne dabei die einzelnen Mitarbeiter zur Konformität zu zwingen. Dies gelingt z. B. durch die Anerkennung der angestrebten Ziele, die Befürwortung der ausgewählten Methoden und Zeitpläne und die Bereitschaft, ein beträchtliches Maß an Energie in die Teamarbeit zu investieren, um gemeinsam Erfolg zu erzielen. Wählen Sie für Ihr Team deshalb Mitarbeiter aus, die kooperationsbereit scheinen und in der Vergangenheit gezeigt haben, dass sie sich nachhaltig für eine Sache engagieren. Auch so genannte Querköpfe, die beispielsweise vehement für eine bestimmte Sache eingetreten sind und vielleicht sogar von den Kollegen dafür belächelt wurden, können ein Team stark bereichern.
  • Konsensbereitschaft: Im Konfliktfall muss immer eine konstruktive Lösung gefunden werden. Dazu ist es notwendig, dass sich alle Teammitglieder über latente Werte, Vorstellungen und auch Ängste im Klaren sind und sie im Bedarfsfall tatsächlich offen formulieren. Insofern ist dem Willen zum Konsens die Bereitschaft zur Offenheit vorgelagert, denn Konsens entsteht nur, wo klar artikulierte Probleme gelöst werden können. Wählen Sie für Ihr Team deshalb Mitarbeiter aus, die zu Offenheit neigen und nicht jedem Konflikt aus dem Weg gehen. Mitarbeiter, die Ihre Ziele „hinten herum“ erreichen, sind meist nicht teamfähig.
  • Eigenverantwortlichkeit: Die Bereitschaft jedes einzelnen Teammitglieds, für das eigene Handeln Verantwortung zu übernehmen und sich nicht in Schuldzuweisungen anderer oder im Lamento über schlechte Rahmenbedingungen zu ergehen, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Gleiches gilt für die Gruppe insgesamt. In funktionierenden Teams übernimmt die Gruppe Verantwortung für das eigene Tun. Die Bereitschaft und der Mut, sich für eine bestimmte Lösung zu entscheiden und diese Entscheidung dann gemeinsam zu verantworten, charakterisiert ebenfalls ein gut funktionierendes Team. Es agiert selbsttätig und ist aus sich heraus motiviert. Wählen Sie für Ihr Team deshalb Mitarbeiter aus, die nicht nur geführt werden wollen, sondern auch gewohnt sind, eigeninitiativ, eine Sache in die Hand zu nehmen.

Teams formieren

Bei neu gebildeten Teams dient Team-Building dazu, den Mitgliedern bei der Orientierung in der Gruppe zu helfen. Bei bestehenden Teams hilft sie, eine offene Kommunikation zu fördern. Auf der Beziehungsebene gilt es, Vertrauen untereinander und Teamgeist zu wecken. Auf der Sachebene werden in dieser ersten Phase Aufgaben, Ziele und Zuständigkeiten festgelegt. Beides ist z. B. bei den politischen Jamaika-Sondierungen im Herbst 2017 gründlich schiefgegangen.

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